Lebensmittel produzieren ist viel mehr als einfach Landwirtschaft - Landwirtschaft ist viel mehr als einfach Lebensmittel produzieren!

Ökologie und Tierwohl: Die Schweizer Landwirtschaft hat ein sehr hohes Niveau in der ökologischen Produktion von Lebensmitteln. Nutztiere werden nach ethologisch sehr hohem Level gehalten . Wir dürfen diesen Standard nicht aufs Spiel setzen - auch nicht wegen dem wirtschaftlichen Druck vom Ausland!

 

Familienbetriebe: Die Schweizer Landwirtschaft basiert auf dem Modell von Familienbetrieben. Strukturen wie sie in weiten Teilen der EU vorkommen (Agrarfabriken) sind bei uns weder möglich noch zweckmässig.

 

Agrarfreihandel: Nein! Freihandel und Lebensmittel passen nicht zusammen. Grundnahrungsmittel müssen lokal produziert werden. Profiteure vom grenzenlosen Freihandel sind einzig die Nahrungsmittel- und Agrarmultis. Der Hunger in den Entwicklungsländern hat mit dem Freihandel zu- und nicht abgenommen.

 

Selbstversorgung: Die Schweiz ist schon heute das Land mit den grössten pro Kopf Importen von Lebensmitteln. Wir versorgen uns nur etwa zu 60% selber. Wir dürfen die Produktion deshalb auf keinen Fall weiter zurückfahren. Es ist auch aus ökologischer Sicht ein Unsinn, wenn wir die Produktion im Inland abbauen und Lebensmittel tausende von Kilometern herkarren. 

 

Unternehmertum fördern: Bauernfamilien sind Unternehmer! Der Staat muss Rahmenbedingungen schaffen, welche Unternehmertum fördern und nicht bremsen. Der Raumplanung kommt diesbezüglich eine Schlüsselrolle zu. 

 

Boden als wichtigste Ressource: In der Schweiz wird jede Sekunde ein Quadratmeter fruchtbares Ackerland unwiderbringlich verbaut. Wenn wir so weiterfahren gibt es in 70 Jahren kein Ackerland mehr. Fruchtbarer Boden ist die wichtigste Produktionsgrundlage der Landwirtschaft. Der Schutz muss verbessert werden.